THERAPIERT EURE KINDER,
aber lasst sie glücklich ...

Förderung hirngeschädigter Kinder mit geeigneten Therapien

Viele Eltern laufen von Arzt zu Arzt und von einem Therapeuten zum anderen, um eine angemessene, hilfreiche Therapie für die Weiterentwicklung ihres Kindes zu finden.

Anerkannte und umstrittene Therapien, die unter Umständen nicht in Deutschland angeboten werden und/oder von den Krankenkassen nicht bezahlt werden, wurden in den vergangenen Jahren von den Mitgliedern der BIG e.V. zusammengetragen.

Wir haben diese verschiedenen Therapiemöglichkeiten für die unterschiedlichen Behinderungen diskutiert, durch Erfahrungsberichte erläutert und stellen die Ergebnisse in unserer umfassenden Broschüre allen Interessierten zur Verfügung.

Jedes Kind braucht eine individuelle Behandlung. Deshalb glauben wir, daß durch qualifizierte Beratung oft viele teure Wege und damit erhebliche Kosten gespart werden können.

Der wichtigste Grund ist aber die Zeit, die wir sparen, und nicht mit unnützen Therapien bei der Entwicklung unserer zerebral geschädigten Kinder vertrödeln.


Sie werden hier nicht die komplette Broschüre finden, sondern nur Inhaltsangaben, die schwerpunktmäßig die Thematik und den Personenkreis beleuchten, dem mit den unterschiedlichen Therapien geholfen werden kann.
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ATLAS - THERAPIE

Muskelkontrakturen bei spastischen cerebralen Bewegungsstörungen und Neuromuskulären Erkrankungen.

Bei allen Krankheitsbildern dieser Art treten alsbald Muskelfaserverkürzungen auf, die mehr und mehr den Muskel verkümmern lassen. Dies führt im Ergebnis zu weiteren Inaktivitäten und Untrainierbarkeiten bis hin zu Paresen, Skoliosen und Kontrakturen. Als neurologische Begleiterscheinung finden sich später regelmäßig Koordinationsstörungen und Gleichgewichtsprobleme und als orthopädische Komplikation die bekannten Schmerzsyndrome.

Um hier entgegen zu wirken und den degenerativen Ablauf zu durchbrechen werden bei der Atlastherapie im Nackenbereich Reflexe ausgelöst, die sich bis ins Gehirn auswirken sollen und dort wie in der Muskulatur sowohl eine orthopädisch wie neurologisch positive Auswirkung auf das Krankheitsbild erreichen können.

Die Verbesserungen hängen aber wesentlich vom Umfang der Hirnschädigung ab und werden erst bei hoher Wiederholfrequenz der Therapieübungen die Muskelfunktionsstörungen positiv beeinflussen.

Direkt im Anschluß setzt hier die Manuelle Medizin ein.

Man kann sagen, daß sie die Bremse für die Krankengymnastik löst und eine neue Grundlage zur Verbesserung von Bewegungsstörungen legen kann.

Sie befaßt sich mit den orthopädischen Eigenarten und Schmerzbildern aus dem Bereich der Wirbelsäule und wirkt dort durch Auslösung von Reflexreizen.

Erfolgversprechend ist sie dann, wenn auch eine physiotherapeutische Behandlung erfolgt, und nur dann anhaltend, wenn die Patienten die neugebahnten Bewegungsprogramme auch im täglichen Leben nutzen.














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KOZIJAVKIN - THERAPIE

Manuelle Wirbelsäulentherapie

Neurophysiologische Behandlung der Cerebralparese

Die Medizin geht bisher davon aus, daß Cerebralparese (CP) durch eine Störung im Gehirn verursacht wird. Dr. Kozijavkin hat herausgefunden, daß es auch eine Wirbelsäulenkomponente bei der kindlichen Cerebralparese gibt.Kozijavkin stellte Funktionsblockaden an der Wirbelsäule der Kinder fest und arbeitete an einer Methode diese zu korrigieren, zu mobilisieren oder aufzuheben.

Ziele der manuellen Therapie ist es den Zustand der Biomechanik der Wirbelsäule und den Tonus der betroffenen Muskeln zu untersuchen, die Auswirkungen der Behandlungen zu vergleichen, sowie die Ergebnisse durch elektrophysikalische Methoden zu objektivieren,

Außer den Bewegungsverbesserungen wurde bei allen Kranken eine wesentliche Verbesserung der vegetativen Störungen bemerkt (Speichelfluß, Hyperhydrose, Anämie), sowie beim Sprechen und in der Wahrnehmung.

Parallel mit den Zustandsbesserungen der Kranken entsprechend den neurologischen Untersuchungen wurde ein Rückgang der pathologischen Veränderungen am Elektro- encephalogramm und am Rheovasogramm, Tonuserhöhung der Gehirngefäße festgestellt.

Die ursprüngliche Veränderung des Muskeltonus ist die Ursache der Entwicklung von Funktionsblockaden deren Lokalisation sich in einer gewissen Korrelationsabhängigkeit von der Form der Erkrankung befindet.

Bis heute sind keine effektiven Methoden zur Auflösung der Spastik und des Hypertonus der Muskeln bei Cerebralparese ausgearbeitet worden.

Durch die Manualtherapie werden bei fast allen Patienten gute Voraussetzungen zur Durchführung weiterer Maßnahmen zur Rehabilitation geschaffen.














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SMOLJANINOW - THERAPIE

Methotik der Kinesiotherapie bei infantiler Cerebralparese

Die bisher allgemeingültigen westeuropäischen Methoden (Heilgymnastik, Massage, Ansätze von Vojta und Bobath) auf der Basis der biomechanischen Vorstellungen und Erfahrungen sollen zusammen mit den teilweise weniger bekannten fernöstlichen Methoden (Meridianmassage, Manualtherapie, Reflextherapie, Biomechanik) vereint werden. Die Neurophysiologie und die östlichen Gedankenansätze wie "Jing-Jang" bilden hierzu keinen Widerspruch, sondern sind Ergänzungen zu diesem ganzheitlichen Therapie-Konzept.

Die Methodik wurde in enger Zusammenarbeit mit Orthopäden, Neuropathologen, Spezialisten in der Biomechanik, Reflexotherapeuten und Sprachheilpädagogen entwickelt.

Smolnijanow hat allgemeingültige Therapien zu einem einheitlichen Schema vereint, was seine Methode, die Kinesiotherapie, auf ein neues qualitatives Niveau bringt.

Der Methodik der Kinesiotherapie liegt das Prinzip der Auswahl physiologisch fundierter Bewegungen und Einflüsse zugrunde, die eine positive Wirkung auf die geschädigten Arbeitsmechanismen des neuromuskulären Apparates der Erkrankten ausüben.

Parallel zu den klinischen Beobachtungen wurden biomechanische Untersuchungen angestellt. Die Ergebnisse der klinischen Beobachtungen belegen die hohe Effizienz der von Smoljaninow vorgeschlagenen methodologischen Verfahren und Übungen sowie ihren stimulierenden Einfluß auf die Bildung von orthostatischer Haltung, Gleichgewichtsreaktionen und nützlichen motorischen Fähigkeiten.

Außerdem zeigen sich in der Regel eine Verbesserung des psycho-emotionalen Zustandes der Patienten, und bei richtiger Dosierung und Auswahl der höchst zugänglichen Übungsweisen, selbst bei schwer Erkrankten, keine Komplikationen.














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BOBATH - THERAPIE

Entwicklungs-neurologische Behandlung nach Bobath

Das in den 40er Jahren in stetiger Weiterentwicklung erarbeitete BOBATH-Konzept, das auf der Entwicklung der Hirnfunktion bzw. neurophysiologischer Grundlage basiert, beinhaltet eine ganzheitliche Sichtweise und findet zuerst seine Anwendung in der Diagnostik bei Kinderärzten bzw. Kinderneurologen. Es ist so angelegt, daß auch in Zukunft weitere wissenschaftliche Erkenntnisse und empirische Erfahrungen einbezogen werden können, und wird bis heute immer wieder in der Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie angewandt.

Das Zentralnervensystem verfügt über sensomotorische Regelkreise, die interne und externe Reize korrespondieren lassen. Aus der Umwelt, der Peripherie kommen die Reize über die Sehnen, Muskeln, die Haut, die Gelenke, über die Augen und Ohren. In Verbindung mit dem Gleichgewichtssystem sehen wir beim Kind als Antwort all dieser Verarbeitungsmöglichkeiten (Regulation) die Fähigkeiten zur Nervensteuerung und - entwicklung.

Die Krankengymnasten, verlassen den Aspekt der "Übungsbehandlung". Der Schwerpunkt liegt einerseits in der Vermittlung von funktionellen Handlungen bzw. von praktischen Fähigkeiten, andererseits in der Vermittlung von systematischen Vorbereitungen für diese Funktionen.

Es ist der Versuch, das Kind zur Selbständigkeit zu erziehen, indem man motorisch, geistig-psychisch-emotional und sprachlich einen "roten Faden für die Entwicklung und therapeutische Intervention legt.

"Bobath" bildet die Grundlage für ein Zusammenarbeiten zwischen dem betroffenen Kind, dessen Eltern, den weiteren Bezugspersonen und dem sozialen Umfeld.














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VOJTA - THERAPIE

Eine effektive neurophysiologische Behandlungstechnik

Selten hat eine Behandlungstherapie für Säuglinge so heftige Emotionen ausgelöst. Dabei wird sie nicht ausschließlich bei Säuglingen eingesetzt, aber deren berechtigtes, zum Teil kräftiges Weinen, löst diese Gemütsbewegungen aus. Sind die Kinder etwa 2½ bis 3 Jahr alt äußern sie jedoch häufig Vergnügen an dieser Art Turnen!

Vojta (Kinderneurologe aus Prag) hat an schwerstbehinderten Kindern ausprobiert, wie und wodurch ihnen zu helfen ist, sich besser und "richtiger" zu bewegen. Er hat ausgehend von bestimmten Stellungen (z.B. Seiten-, Bauch-, Rückenlage, Hocke) an verschiedenen Körperstellen, die er Zonen nennt, zu drücken, ziehen, dehnen, schieben, zu "locken" versucht, und die daraufhin vom Kind ausgeführten Bewegungen "gebremst". Wiederholt hat er die Körperseiten gewechselt und die Druckrichtungen variiert. So ist ihm gelungen, mithilfe von "Signalknöpfen" die heute als sogenannte "Reflexlokomotion" bekannte Therapieform zu entwickeln.

Die Provokation dieser Reflexlokomotion mit ihren unterschiedlichen Koordinationskomplexen, dem "Reflexkriechen" und dem "Reflexumdrehen" gelingt bei jedem Menschen, weil davon auszugehen ist, daß die Muster entweder in utero gelernt oder genetisch determiniert sind.

Sie sind in dem Sinne angeboren und diese Koordinationskomplexe sind deshalb unmittelbar nach der Geburt abrufbar. Vojta "bahnt" nicht - die Bahnen müssen vorhanden sein. Das Endprodukt des ZNS ist immer das natürliche Bewegungsverhalten.














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DOMAN - THERAPIE

Die Methode der neurologischen Organisation nach Doman

Glenn Doman will mit seiner Behandlung die Ursache des Hirnschadens und nicht die Symptome angehen. Er sieht die Schädigung im gestörten Zusammenhang zwischen sensorischem Einstrom und motorischer Antwort. Mit der Behandlung will er die noch vorhandenen Hirnzellen stimulieren, damit sie die Funktion der ausgefallenen übernehmen. In das ZNS soll Stimulation von allen nur möglichen Wegen einströmen: Über Berührung und Bewegung, Sehen, Hören, Tasten, Riechen, Schmecken. Doman will sozusagen das Gehirn neu organisieren

Ein hirngeschädigtes Kind, das in einer stimulationsreichen Umgebung aufwächst, hat die besten Erfolgschancen.

Aus den mannigfaltigen Möglichkeiten wird nun für das hirngeschädigte Kind ein Übungsprogramm aufgestellt, das täglich 10-30 mal durchgeführt werden muß.

Doman verlangt von den Eltern das absolute Durchführen des vorgeschriebenen Übungsprogramms ohne Rücksicht auf weitere Gegebenheiten, wie Familienangehörige oder Haushalt. Jeder muß sich diesen Anordnungen unterwerfen und darf das Kind ausschließlich "therapeutisch" anfassen!

Kaum eine Therapie hat alle betroffenen Gemüter so erregt wie diese. Befürworter sehen hier die Rettung ihres hirngeschädigten Kindes. Die Gegner argumentierten mit Worten wie "ethisch bedenklicht" oder "Kindesmißhandlung".

Bei einer so emotional aufgeladenen Diskussion muß jeder für sich selbst entscheiden. Einerseits verlangt Doman der Familie höchsten Einsatz ab, andereseits muß man die variationsreiche Entwicklungmöglichkeit dieser Therapieform akzeptieren.














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PETÖ - THERAPIE

Bewegungspädagogik nach Petö

Die Arbeitsweise Petös betrifft die Krankengymnastik nur indirekt, da eine Behandlung in diesem Sinne nicht stattfindet.

Die Förderung der Kinder ist im allgemeinen internatsgebunden. Schon mit ca. 3 Jahren kommen die Patienten in das Internat. In den nächsten 2-3 Jahren sollen sie soweit selbständig werden, daß sie anschließend eine normale Schule besuchen zu können. Eine gewisse Fähigkeit zur aktiven Mitarbeit ist daher Voraussetzung für die Aufnahme in das Institut.

Das Programm des Institutes umfaßt das Erlernen aller funktionellen Tätigkeiten während des Tagesablaufes durch eine Konduktorin (Lehrerin). Die in Ungarn anerkannte 4-jährige Ausbildung zu diesem Beruf erfolgt nach bestandenem Abitur am Institut und an der Universität.

Der gesamte Übungsaufbau erfolgt gemäß der normalen kindlichen Entwicklung. Dies bezieht sich auf Kopf- und Körperkontrolle, Koordination, Symmetrie und lernpsychologische Faktoren.

Beherrschen die Kinder eine Übungsfolge, so wird diese durch eine neue ersetzt, welche höhere Anforderungen an Beweglichkeit und Körperbeherrschung stellt. Das Ziel ist eine der Norm angeglichene Willkürbeweglichkeit während des ganzen Tages.

Hilfsmittel wie Rollstühle, Krücken oder Stöcke werden so gut wie gar nicht verwendet. Auch schwergeschädigte Kinder müssen lernen, sich an Möbeln festzuhalten. Für spezielle Hand- und Fingerübungen benützt man verschiedene Materialien.

Musik, Spiel und Spaß werden sinnvoll in den Tagesablauf eingebaut.














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TOMATIS - THERAPIE

Mit der Bezeichnung "Audiopsycho-Phonologie" (A.P.P.) wurde von Alfred A. Tomatis, Spezialist für Gehör- und Sprachstörungen, wurden linguistischen Funktionen entwickelt, die es erlaubten, die Kontrollmechanismen der Stimme und Sprache mit Hilfe vom Hörverhalten zu strukturieren.

Die Stimmbildung ist definitiv abhängig vom Hörapparat, welcher selbst mit den psychischen Reaktionen verbunden ist. Jegliche Veränderung des Gehörschemas bringt automatisch eine Veränderung des mündlichen Ausdrucks mit sich.

Tomatis hat sogar bewiesen, daß es möglich ist, durch eine Neugestaltung des Hörvermögens eine Veränderung der Sprache sowie der Psyche eines Patienten zu erhalten. Seine Erfahrungen gehen so weit, daß Stimulationen des Ohrs in neurologische Energie umgesetzt wird, die dazu bestimmt ist, die Gehirnrinde zu versorgen.

Tomatis hat es dem Patienten technischt ermöglicht, die Stimme seiner Mutter so wahrzunehmen, wie er sie vor seiner Geburt gehört hat. Das Wiedererleben dieser vorgeburtlichen Eindrücke ist eine der entscheidensten Entdeckungen im Bereich der Psychotherapie.

Insbesondere für Aufmerksamkeits- und Gedächtnisdefizite, Stottern, schulische Defizite (Dyslexie, Dysorthographie), auch Kommunikationsschwierigkeiten und Artikulationsprobleme, sowie Autismus und Schizophrenie konnte Tomatis Behandlungsmethoden entwickeln.

Konsequenterweise ist die Methode auch auf Verhaltensschwierigkeiten anzuwenden, die sich in Formen der Aggressivität, der Müdigkeit, der Depression und sogar der Epilepsie manifestieren. Die Methode deckt durch ihre Anwendungen ein großes Gebiet der Psycho- Pädagogik ab.














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VOLUNTAS - THERAPIE

C.C.O.T. (Konsultationszentrum für Elternbegleitung und Haustherapie) Belgien

Das CCOT richtet sich an Patienten mit Symptomen einer Insuffizienz des zentralen Nervensystems, sowohl Hirnverletzungen als auch Hirnfunktionsstörungen. Hierzu gehört das Kind mit Gehirnlähmung, mit Lernschwierigkeiten, mit Autismus, mit mentalem Rückstand, mit Kommunikationsstörungen. Mit professioneller Leitung bietet es eine vollwertige Möglichkeit, Kinder mit Entwicklungsstörungen nicht in eine Institution zu geben, sondern sie im Familienkreis aufwachsen zu lassen.

Jedes Kind muß in seiner Entwicklung die Evolution vom primitiven Reflexniveau über die Strukturierung und Differenzierung der Nervenfunktionen bis hin zu den einzigartigen menschlichen Entwicklung der Sprache und des Denkens durchmachen. Eine Unterbrechung oder eine Verwechslung in den aufeinanderfolgenden Stadien bedeutet Störungen der neurologischen Organisation.

Aus unserem Körper und der Umwelt erhalten wir Informationen, die wir durch unsere Sinne aufnehmen.Der Gleichgewichtssinn informiert uns über unsere Körperposition und das Verhältnis zur Außenwelt. Diese sensorische Information wird vom Rückenmark und von den Hirnstrukturen verarbeitet und so geordnet und interpretiert, mit dem Ergebnis, den noch vorhandenen Hirnzellen die Aufgaben der beschädigten Zellen zu übergeben.

Das Übungsprogramm basiert auf der Pinonierarbeit des "The Centre for Neurological Rehabilitation" in Pennsylvania, USA. Es beruft sich auf den natürlichen Aufbau der Entwicklung des zentralen Nervensystems und wendet sich sowohl an Kinder als auch an junge Erwachsene.














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MEERWASSER - THERAPIE

Die Anwendung der Meerwasserauftriebstherapie bei Muskelkrankheiten

Die Meerwasserauftriebstherapie wird in einem mit Haltestangen und Einbuchtungen eigens dafür projektierten Wasserbecken durchgeführt. Die entspannende Wirkung des warmen Umgebungsmediums mit 0,9 Prozent Mineralgehalt ist bekannt und sehr gut badeverträglich.

Bei der Behandlung von orthopädischen und neurologischen Erkrankungen konnten damit gute Erfolge erzielt werden. Der Umgebungsdruck löst keine Muskelanspannungen aus, weil die Zusammensetzung des Wassers der extrazellulären Flüssigkeit gleicht und den eingetauchten Körper annähernd schwerelos macht.

Zusätzlich erzeugen vielschichtige Einströmungen mittels "Jet-Stream" in das Becken alle Arten von Wasserbewegungen. Die Natur hat uns gezeigt, daß Wachtstum insbesondere in bewegtem, sauerstoffreichem Wasser stattfindet. Die Wasserbebewegungen setzen den Patienten vielschichtigen kinästhetischen und taktilen Reizen aus, die eine Bewegungsentwicklung fördern und Sensibilitätsstörungen abbauen können. Pathologische Muskelspannungen können mit der Strömungsbehandlung gebessert werden.

Nicht nur, daß ein an den Herzschlag angepaßter Rhytmus der Wasserströmung sich positiv auf die therapeutischen Möglichkeiten auswirkt, auch eine Klangtherapie mit speziell bearbeiteten und gefilterten Tönen, vor allem Naturgeräusche wie Meeresbrandung, Bachrauschen, Wasserplätschern, Regengeräusche, das Fallen von Wassertropfen usw. aber auch vorzugsweise Musik von Mozart, haben heilsame Wirkung.

Diese natürlichen, als weich und angenehm empfundenen Wasserströmungen tragen in vielfältiger Weise zu den Behandlungserfolgen mit der Meerwasserauftriebstherapie bei, weil sie bei allen Arten von hypertonen Muskelzuständen außergewöhnlich entspannend wirken.














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Nachwort

Heike Giesker
Physiotherapeutin/Krankengymnastin, Stadthagen

Sicherlich ist es seit langem der Wunsch vieler Eltern hirngeschädigter Kinder, zu ihrer Information einmal eine Zusammenfassung der bekanntesten Therapiemöglichkeiten zu bekommen. Die Bundesinteressengemeinschaft Geburtshilfegeschädigter e.V. hat sich deshalb die Mühe gemacht, einen Einblick in die für uns zum Teil nicht so geläufigen Therapieformen zu geben. Es ist nicht leicht, auf diesem Gebiet verständlich, sachkundig und wertneutral zu informieren. Zu kompliziert sind die neurophysiologischen Abläufe und Zusammenhänge.

Diese Broschüre bietet eine Anregung zur Auseinandersetzung zum Thema "welche Therapieform ist die richtige?". Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, etwas über entwicklungs-neurologische und physikalische Grundlagen und Maßnahmen zu erlernen. Eine Entscheidung zur richtigen Wahl der Therapieform gibt diese Broschüre nicht mit auf den Weg, denn die liegt ganz allein in der Familie. So vielschichtig die Behinderungen hirngeschädigter Kinder sind, so vielschichtig sind auch die entstandenen Familiensituationen. Diese bestimmen über die Möglichkeiten und Form der Therapie. Es sollte für die Familie oder alleinerziehende Person behinderter Kinder und der Kinder selbst, psychisch, physisch und wirtschaftlich durchzuführen sein und zu einer Bereicherung ihres Lebens führen. Deshalb ist eine gute Betreuung und Begleitung vom Fachpersonal notwendig. Dieses sollte Mut zusprechen, aber keine falschen Hoffnungen wecken.

Jede hier aufgeführte Therapieform hat sicherlich ihren Stellenwert, denn es gibt nicht "die Behandlungsform" für jedes Kind. Eine gute Information über wissenschaftliche und therapeutische Maßnahmen und Möglichkeiten ist aber die beste Voraussetzung für die eigene Wahl.

Im Anhang berichten noch Elternpaare über ihre persönlichen Erfahrungen und Erfolge mit den für uns noch recht unbekannten Therapien nach Dr. V. Kozijavkin, Petö und A.G. Smoljaninow. Es handelt sich hierbei nicht um Empfehlungen, derweil keine Elternberichte über geläufigere Behandlungsmöglichkeiten aufgeführt sind. Engagierte Eltern stellten sie nur spontan zur Verfügung, um auf die hinzugekommenen Möglichkeiten aufmerksam zu machen.


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